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Operationen sind keine Trophäen: Ein (augenzwinkernder) Blick auf die OP-Mentalität

Da sitzt man in einer geselligen Runde und hört plötzlich die Unterhaltung am Nebentisch:„Ich hab jetzt die dritte Hüfte!“ – „Pah, das ist doch nichts, ich hatte schon vier Bandscheiben-OPs!“Und dann kommt er, dieser triumphierende Blick, als habe derjenige gerade eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen. Es scheint, als seien Operationen für manche Menschen zu einer Art Kunsttrophäe geworden. Doch warum eigentlich?

 

Die neue Jagd: OPs als Statussymbole?

Früher prahlte man mit einer neuen Küche, einem schicken Auto oder dem letzten exotischen Urlaub. Heute scheint der OP-Bericht zur neuen Auszeichnung zu werden. Dabei ist eine Operation doch nichts, worauf man hinarbeiten sollte, oder? Eine OP ist eine ernste medizinische Maßnahme – ein Eingriff, der nur dann zum Einsatz kommen sollte, wenn wirklich nichts anderes mehr hilft. Und dennoch gibt es Menschen, die stolz verkünden: „Mein Knie ist jetzt aus Titan!“ – als sei das eine Art Premium-Upgrade à la „iPhone Pro Max“.

 

Warum diese Einstellung?

Vielleicht liegt es daran, dass unsere Gesellschaft schnelle Lösungen liebt. Schmerz? Weg damit! Operationen suggerieren oft eine einfache Antwort: ein klarer Schnitt, Problem gelöst. Doch vergessen wir dabei oft, dass unser Körper ein erstaunliches, regeneratives System ist – wenn wir ihm die Zeit und Unterstützung geben, die er braucht.

Natürlich gibt es Fälle, in denen eine OP unvermeidbar ist: ein offener Bruch, ein Blinddarmdurchbruch oder andere akute, lebensbedrohliche Zustände. Aber für viele Beschwerden gibt es Alternativen, die zwar mehr Geduld und Disziplin erfordern, langfristig aber oft nachhaltiger sind.

 

Die andere Seite: Patienten, die Nein sagen

Es gibt sie – die mutigen Patienten, die bewusst auf eine Operation verzichten. Sie sind keine Superhelden mit Zaubertränken, sondern Menschen, die mit Bewegung, Ernährung und einer preisgekrönten Geduld bemerkenswerte Ergebnisse erzielen.

Ich kenne Patienten, die laut ärztlicher Prognose schon vor 20 Jahren operiert werden mussten. Heute? Sie leben beschwerdefrei, joggen durch den Park und genießen ihr Leben – ganz ohne Schrauben und Implantate. Sie haben ihren Körper nicht aufgegeben, sondern ihm vertraut und ihn unterstützt, sich selbst zu heilen.

 

Jede OP hat Folgen – auch die, die man nicht sieht

Ja, Operationen sind ein medizinisches Wunder. Aber sie sind auch Eingriffe, die den Körper verändern – oft für immer. Narbengewebe, eine veränderte Statik, mögliche Infektionen oder auch langfristige Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen.Und dann ist da noch der Aufwand danach: monatelange Nachbehandlungen, Physiotherapie, Reha-Aufenthalte und oft eine längere Ausfallzeit. Eine OP ist selten ein „Schnitt und alles ist gut“-Szenario.

Aus osteopathischer Sicht hat jeder Eingriff Auswirkungen auf das Fasziengewebe – unser faszinierendes inneres Netzwerk, das weit mehr ist als nur ein Hüllmaterial. Wir glaubten, eine OP sei eine einfache Lösung, dabei oft unterschätzt, die langfristigen Anpassungen, die der Körper danach bewältigen muss.

 

Ein Appell: Übernehmt Verantwortung für euren Körper!

Nach vielen Jahren im Umgang mit Menschen – mit und ohne OP – sage ich es mit Nachdruck (aber auch einem Augenzwinkern): Eine Operation ist keine Trophäe!

Lasst euch nicht von vermeintlich einfachen Lösungen blenden. Hinterfragt, informiert euch, holt eine zweite Meinung ein. Vielleicht liegt die nachhaltigere Lösung nicht auf dem OP-Tisch, sondern in eurer Hand: in Form von ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung oder alternativen Heilmethoden.

 

An das Gesundheitssystem: Mehr Prävention, weniger Druck

Ein weiterer Appell richtet sich an unser Gesundheitssystem: Der wirtschaftliche Druck, der auf Ärzte und Patienten lastet, macht es oft schwer, die besten Entscheidungen zu treffen. Es wäre an der Zeit, in Prävention zu investieren, die den Menschen als Ganzes betrachtet – nicht nur als eine Summe von Organen und Beschwerden.

Denn eines ist klar: weniger OPs könnten nicht nur Patienten, sondern auch das medizinische Personal entlasten. Burnout unter Ärzten und Pflegekräften ist ein reales Problem – und ein Umdenken hin zu mehr Prävention könnte helfen, diese Belastung zu verringern.

 

Euer Körper ist keine Galerie für OP-Berichte

Also, liebe Leser und liebe Leserin, macht euren Körper nicht zur Ausstellung medizinischer „Errungenschaften“. Seid stolz auf eure echte Gesundheit – sei es durch eine Marathonmedaille, eine Yogastunde oder einfach den Genuss eines schmerzfreien Tages.

Und wenn ihr euch doch einmal für eine OP entscheidet, dann aus guten, informierten Gründen – nicht, weil es die vermeintlich einfache Lösung ist. Schließlich wollen wir doch alle eines: ein gesundes, glückliches Leben. Und das klappt oft besser ohne Schnitte und Schrauben.


Herzlich, deine Jutta

 

 
 
 

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